Montag, 22. August 2016

Italienische Minestrone // Resteverwertung // Gemüsesuppe

Wofür steht eigentlich ÜberlebensKUNST? Na, für die Kunst nicht nur zu überleben, sondern zu leben. Das ist für einige aber schwieriger als für andere und deshalb empfinde ich das Thema Resteverwehrtung als einen wichtigen Anhaltspunkt an dieser Stelle. Was für Reste man zu Hause hat, hängt natürlich davon ab, welche Lebensmittel man normalerweise so einkauft. Das ist bei jedem Menschen geschmacksmäßig natürlich total unterschiedlich. Wer aber, so wie ich, größtenteils mediteran, vegetarisch, teilweise sogar vegan, einkauft der müsste die Zutaten für dieses Rezept auf jeden Fall zu Hause haben. Und auch wenn nicht. So eine leckere gesunde Suppe sollte unbedingt ins Wochenprogramm aufgenommen werden!!

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Wir brauchen für zwei Personen:
100g Suppennudeln (Muscheln, Buchstaben etc.)
100 ml Weißwein
3 El Tomatenmark
Olivenöl
1 Tomate 
1/2 Liter Gemüsebrühe
Gemüse wie: Karotten, Lauch, Zuchini, Brokkoli, Blumenkohl, Paprika
       Bohnen, Linsen, Aubergine, Sellerie, Kartoffeln
1 rote oder weiße Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
Pfeffer, Salz, Paprikapulver
1 Strauch Basilikum (auch getrocknet möglich)
1 Strauch Petersilie (auch getrocknet möglich)
1 Strauch Oregano (auch getrocknet möglich)
2-3 Hände voll Parmesankäse
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Zunächst einmal erhitzen wir etwas Olivenöl und braten die Zwiebeln und den Knoblauch glasig. Dann fügen wir das Gemüse hinzu, welches wir grad zu Hause haben, und braten alles weitere fünf Minuten an. Dabei ist es wichtig, dass man die Tempertur etwas senkt, damit nichts anbrennt. Anschließend wird alles mit dem Weißwein abgelöscht. Auch die Gemüsebrühe und die Gewürze können kurz danach hinzugefügt werden und die Suppe gute 20 Minuten erstmal zum Köcheln in Ruhe gelassen werden.
Wenn die Aromen sich etwas entfalten konnten, wird dann eine Hand voll Parmesan dazu gegeben und auch die frischen Kräuter werden dann gezupft und untergerührt. Auch ist dies der Zeitpunkt, um die Nudeln dazu zu tun. Ob du extra Suppenpasta zu Hause hast, oder du noch etwas Spaghetti über hast: Alles, was du besitzt, kann klein gemacht und in der Suppe gar gekocht werden. Sollte dir etwas Flüssigkeit fehlen, fügst du einfach noch etwas mehr Gemüsebrühe hinzu! Nach weiteren 20 Minuten ist die Suppe eigentlich schon fertig zum Anrichten. Natürlich hättest du auch alles auf eimal, wie bei einer One-Pot-Pasta, in den Topf kippen können. Es ist aber wichtig, dass alle Aromen ein bisschen Zeit bekommen sich in Ruhe entfalten zu können. da es sich ja "nur" um eine einfache Gemüsesuppe handelt. Beim Servieren kannst du dann noch eine schöne Portion Parmesan und ein paar Kräuter auf den Teller legen und was ich persönlich sehr mag ist ein wenig Mozzarella an den Tellerrand zu tun, damit dieser in der heißen Suppe leicht glietschig vor sich hin schmilzt.

Wenn du nichts gegen Fleisch hast, empfehlen italienische Restaurants auch noch ein wenig Speck. Ansonsten kannst du hier wirklich jedes Gemüse und jede Pasta nehmen, die du über hast und daraus eine leichte und wirklich sättigende Pasta-Gemüse-Suppe machen, die wirklich jeder mag!

Guten Hunger!


Dienstag, 16. August 2016

Lasagne mit Pilz-Walnuss-Ragout // Vegetarisch// Resteverwertung

Wir brauchen für zwei Personen:

200g Lasagneblätter oder Canneloni
1 rote Zwiebel
2 Knochblauchzehen
1 Zitrone (Saft)
200g Zucchini
250g Champignons
1 El Tomatenmark
1 El Petersilienpesto
1 Tl Kräuterfrischkäse
2 Hände voll Babyspinat 
Olivenöl
Pfeffer, Salz, Chayennepfeffer
1 Hand voll Walnüsse
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Zubereitung:
Zu Beginn setzen wir natürlich erstmal reichlich Nudelwasser auf und kochen darin die Lasagneblätter. Wer gerade noch Cannelonirollen zu Hause hat kann übrigens auch diese nehmen. Beim Kochen gehen die nämlich kaputt und werden ebenfalls zu Blättern.
Ganz wichtig ist allerdings bei beiden Sorten, dass du einen Schuss Öl ins Nudelwasser gibst, da du so verhinderst, dass sie beim Kochen am Topfboden oder sogar aneinander kleben, was bei so großer Pasta ganz schnell passieren kann.

Während die Nudeln also vor sich hin köcheln, erhitzt du in einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl und gibst die Zwiebel, den Knoblauch und die Zucchini hinzu.  Das alles brätst du an, bis der Knoblauch bereits etwas glasig wird, dann gibst du die ganz klein geschnittenen Champignons dazu. An dieser Stelle kannst du schonmal ein bisschen mit dem Chilipulver würzen, wenn du magst.

Wenn du das Gefühl hast, dass alles könnte demnächst anbrennen, gibst du den Zitronensaft zum Ablöschen in die Pfanne. Dieser sorgt nun dafür, dass sich, im Zusammenspiel mit dem Knoblauch, ein unbeschreibliches Aroma entfaltet. Lass alles nun 1-2 Minuten köcheln und gebe dann etwa 2-3 Esslöffel Nudelwasser (in dem die Nudeln gerade köcheln), das Tomatenmark, den Frischkäse und das Pesto hinzu. Natürlich kannst du das Pesto auch selber machen, aber mir persönlich geht es so, dass ich ganz oft noch ein Minirest Pesto im Glas habe und dieser kommt bei mir an dieser Stelle resteverwertend zum Einsatz. Auch musst du nicht das teuerste Pesto der Welt hierfür verwenden. Ein einfaches Genovesepesto vom Discounter schmerkt hier wunderbar. 

Die Zutaten nun gründlich verühren und alles ein paar weitere Minuten einköcheln lassen. Pfeffern und Salzen natürlich nicht vergessen! In einer weiteren Pfanne blanchierst du noch den etwas zerkleinerten Spinat. Dieser sollte nur noch ein wenig gesalzen werden und auf jeden Fall auf ein bisschen Küchenpapier gelegt werden, damit er unsere Lasagne später nicht durchsuppt. Die Nudeln kannst du, wenn sie fertig sind, abgießen und auch hier kurz mit einem ganz sparsamen Schuss Öl übergießen, damit sie nicht verkleben. 

Nun geht es ans Schichten. Beginne die Nudelplatten direkt auf dem Teller zu schichten, auf dem du servieren möchtest und gebe mit einem Löffel eine ganz kleine Menge Soße auf den Tellerboden. Dann folgt eine Nudelplatte, etwas Spinat, ein paar zerhackte Walnüsse und wieder die Soße. Achte wirklich darauf, dass du lieber mehr Gemüse auftust, als Soße, denn du wirst schnell sehen, dass sich der Soßenanteil mit den Schichten summiert und alles ganz prima bedeckt sein wird. 

Glaub mir, das Rezept ist eine super Resteverwertung, bei der du auch einfach alles mögliche an Gemüse verbraten kannst. Wenn du richtig cool sein willst, dann gebe in jede Schicht noch ein wenig frisch geriebenen Parmesan! Natürlich kannst du das Gericht auch komplett vegan halten, indem du ein parmesanfreies Pesto verwendest und den Frischkäse durch Mandelmus ersetzt.
Wir haben uns übrigens dazu noch ein schönes Glas trockenen Rotwein gegönnt..eine perfekte Kombi!
Guten Appetit.


Samstag, 13. August 2016

Kindheitserinnerungen #2// Kleine Sini und der Grinch// Parade





Anfang des Jahres habe ich hier bei der Blogparade "Kindheitserinnerungen" von MamasKind mitgemacht und bekam anschließend überraschend viele Mails von alten Schulfreunden, die sich beispielsweise wiedererkannt haben oder die sich durch den Beitrag an andere Ereignisse erinnert fühlten.
Auch heute möchte ich noch einmal eine Reise in die Vergangenheit wagen und ein paar prägsame Erinnerungen heraus kramen.
Fühl dich bitte unbedingt angesprochen auch mitzumachen und uns entweder in den Kommentaren oder eben per Kontaktformular ein paar witzige Erinnerungen aus deiner Kindheit mitzuteilen. Die Beiträge der Blogparade habe ich wirklich mit großem Eifer gelesen, obwohl ich teilweise die Personen ja gar nicht wirklich kannte.


Der Grinch (alias Jim Carrey) und ich hatten eine sehr schwierige Beziehung zueinander. Damals haben meine Familie und ich den Trailer zu dem Weihnachtsfilm im Kino gesehen und das fiese Grinsen, das mir da auf Großbildleinwand entgegen kam, hat mir so eine Angst gemacht, dass ich wochenlang Albträume hatte. Einmal habe ich mich sogar geweigert ins Bett zu gehen, weil eine Fernsehzeitung mit einem Bild vom grünen Übel auf der Zimmerhälfte meiner Schwester lag. Ich weiß noch, dass ich mal bei meiner Omi geschlafen habe und von der Straße her wurde eine Art Lichtstreifen an die Decke geworfen, der aussah wie ein Spalt. Meine Paranoia ging so weit, dass ich mir einredete, es sei ein Schlitz über mir, durch den der Grinch ins Zimmer krabbeln und mich ärgern konnte. Wie fast alles in meinem Leben änderte sich diese Abneigung jedoch um 360 Grad. Komischerweise mag ich ganz oft Dinge extrem gerne, die ich zuvor abscheulich fand. Das ist tatsächlich noch bis heute so und die Richtung dieser Gefühle wandelt sich manchmal schneller, als eine Gruppe pubertierender Jungs im Stimmbruch. Ich weiß nicht mehr, ab wann es den Wendepunkt gab, aber noch bevor der Film in die Kinos kam, vergötterte ich die Figur des Grinch. Er wirkte wie etwas komplett missverstandenes und ich wollte unbedingt die Cindy auf seinem Geschenkewagen sein, die sein Herz in Ordnung bringt. So kam es auch, dass ich Weihnachten 2000 des öfteren mit abenteuerlichen Lou-Who-Frisuren abgelichtet worden bin, die man sich wie folgt vorstellen kann. Danke an dieser Stelle an meine Mama, die geduldig meine Zöpfe hat flechten müssen.


Wie ich ja im letzten Beitrag schon erwähnt hatte, sind wir sehr oft an den Gardasee gefahren. Immer der gleiche Ort, immer ein ähnlicher Ablauf. Dazu gehörte auch ein bestimmtes Restaurant, welches damals La Strambata hieß (heute Pizzeria Bardolino) und in dem wir beinahe täglich zu Abend gegessen haben. Das Strambata zeichnet sich vorrangig durch die riesige Steinofenpizza aus, aber auch die Kellnerinnen folgten dort einem bestimmten Muster. Sie alle waren sehr hübsch, oftmals junge Ausländerinnen, die beim Kellnern Italienisch lernen wollten und sie alle trugen kurze Röcke und eine Servierschürze darüber. Ich habe diese Frauen damals außerordentlich bewundert, denn immer wieder konnten wir mitverfolgen, wie sie in Woche eins unseres Aufenthaltes nur holprig mit uns sprechen konnten und kurz vor der Abreise, in gefühlt fließendem Italienisch vor sich hin plapperten. Außerdem gingen sie alle ihrem Traum des Auswanderns nach, was insgeheim schon von kleinauf mein aller größter Wunsch war. Ich beschloss damals, dass ich es eines Tages ihnen nachtuen und dort arbeiten würde. Bis heute ist dieser Wunsch noch offen, aber ich würde mir das nie verzeihen, wenn ich nicht irgendwann mal für ein paar Wochen dort zum Sprache lernen arbeiten würde. Jedenfalls waren meine Eltern, trotz der Verständnisschwierigkeiten, sehr gut mit der Besitzerin des Restaurants befreundet. Naja jedenfalls soweit ich das beurteilen kann, denn Restaurantbesitzer freunden sich ja sehr häufig oberflächlich mit Stammgästen an. Die Besitzerin Roberta, ein zartes Persönchen mit strengem Gesichtsausdruck, schien mir irgendwie genug zu vertrauen, jedenfalls ließ sie mich, ein Kind von acht Jahren ohne Italienischkenntnisse, sogar Bestellungen aufnehmen und ein paar Teller tragen. Als ich schließlich eine eigene Schürze bekam, war ich im Himmel. Diese Schürze besitze ich noch heute und sie riecht exakt genauso wie damals.


Fast zehn Jahre habe ich als Kind Ballett getanzt. Nicht besonders professionell, denke ich, aber wir wurden teilweise für Aufträge gebucht und haben dafür sogar Geld bekommen, welches unsere Lehrerin dann für Kostüme verwenden konnte. Obwohl wir einmal im ICC Berlin vor weltweit wichtigen Politikern aufgetreten sind, kann ich mich daran nicht mehr so gut erinnern. Viel mehr hat sich ein Erlebnis eingeprägt, als unsere Gruppe für eine Art Benefitsgala gebucht wurde, die live im Fernsehn übertragen werden sollte. Wie man sich vorstellen kann, waren wir alle ganz übel aufgeregt und unsere Lehrerin war alles andere als hilfreich, denn sie hatte uns deutlich gemacht, dass wir es auf keinen Fall versemmeln durften. Als kleine weiße Schneeflocken in Tüll und Glitzer, tippelten wir damals auf die Tanzfläche und vollführten einen Tanz, den wir schon hunderte Male aufgeführt hatten, weshalb wir ihn eigentlich auch ganz gut beherrschten. Er enthielt allerdings eine Stelle, in der das Timing ganz besonders wichtig war, da wir uns im Kreis drehen und wie eine Kette die Hände in einander greifen mussten. Findet auch nur eine Person, den Anschluss nicht, ist sie ausgeschlossen und kann in diese "Kette" nicht mehr eingegliedert werden. Drei Mal darfst du raten was passiert ist. Mein Gehirn war wie weggeblasen, ich verpasste das erste Mal überhaupt den Anschluss und stand nun völlig allein in einer traube einheitlich wirbelnder Schneeflöckchen. Lustigerweise habe ich nur eine Sekunde gezögert und anschließend einfach in der Mitte des Kreises ein mega Solo hingelegt. Was blieb mir anderes übrig? Wie bestellt und nicht abgeholt in der Mitte rumstehen oder so tun, als sei ich der Star der Show. Meine Lehrerin war zum Glück überhaupt nicht böse, denn es sah tatsächlich so aus, als sei meine Einlage ein Teil der Choreo gewesen. Trotzdem merkt man daran mal wieder, dass Kinder noch viel weniger verkopft sind. Würde mir das heute passieren, würde ich vermutlich total in Panik geraten und hilflos wie ein Pinguin im Kreis watscheln, haha.


So, jetzt sind wir uns wieder ein Stückchen näher gekommen und noch mehr peinliche Bilder von mir ans Tageslicht gerückt. Und jetzt bist du dran! Fühl dich ruhig angesprochen und verlinke doch deinen Beitrag hier oder berichte von deinen Ursprüngen. Wenn du noch andere Geschichten lesen willst, dann schau doch auch mal bei Mamaskind vorbei.

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